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Barbara Gonzaga

Barbara Gonzaga, die Namensgeberin unserer Gemeinschaftsschule, war eine Markgrafentochter aus Mantua in Oberitalien. Im Palazzo Ducale, dem prächtigen Palast der Gonzagas, wuchs sie als achtes Kind von Ludovico und Barbara Gonzaga auf. Ihre Mutter war eine Deutsche aus dem Hause Brandenburg.

Die besten Wissenschaftler, Architekten, Maler und Musiker lebten am Hof und Barbara genoss eine sehr gute Erziehung, sie sprach Italienisch und Lateinisch, lernte Griechisch und von der Mutter etwas Deutsch, in der damaligen Zeit waren das die Weltsprachen.
Dieses Mädchen sollte die Frau von Graf Eberhard werden und Herrin im Schloss zu Urach, einem kleinen Städtchen mit 1000 Einwohnern, das allerdings zu jener Zeit Residenz von Württemberg war.

Die Brautwerbung Graf Eberhards wurde wohlwollend aufgenommen, war dessen Mutter Mechthild doch eine enge Verwandte des deutschen Kaisers. Quellen zufolge sollen sich Barbara und Eberhard allerdings schon einige Jahre vorher in Rovere bei Mantua getroffen haben, wobei sich Barbara in den von einem Kreuzzug heimkehrenden  Fremden verliebt haben soll.

Nach einer prächtigen Verlobung in Mantua zog der große Zug von Rittern, Reitern und Kutschen über die Alpen nach Urach, wo im Jahre 1474 die Hochzeit stattfand. 14 000 Gäste, alles was Rang und Namen hatte, waren bei dieser Hochzeit, es wurde gefeiert und getanzt, es gab erlesene Speisen, aus den Brunnen floss Wein. Barbara und Eberhard waren so verliebt, dass Bedienstete ihnen das Brot schneiden mussten, damit sie immer Händchen halten konnten.

Durch Barbaras Einfluss öffnete sich Eberhard, der nur Schwäbisch sprach, den Wissenschaften, Künstler kamen an den Hof, er gründete die Universität Tübingen und die Papiermühle in Urach, da durch die Erfindung des Buchdrucks der Papierbedarf enorm stieg.

Es gab allerdings auch dunkle Seiten im Leben von Barbara: Sie litt stark an Heimweh, schrieb fast täglich Briefe an ihre Eltern und Geschwister. Die Enge in Württemberg und auch das deutsche Wetter machte ihr als sonnenverwöhnte Italienerin zu schaffen. Sie, die mit vielen Geschwistern aufgewachsen war, wünschte sich nichts sehnlicher als ein Kind, aber ihre Tochter starb, noch ehe sie ein Jahr alt war, auch eine zweite Schwangerschaft war nicht erfolgreich.

Das waren Schicksalsschläge, von denen sie sich nicht mehr erholte, ihr Gemüt wurde immer trauriger. Sie unterstützte dennoch weiterhin ihren Mann bei seinen Planungen und war beim Volk äußerst beliebt. Graf Eberhard war als Vermittler im deutschen Reich anerkannt und Barbara und Eberhard wurden vom Kaiser dafür in den Herzogstand erhoben, somit war Barbara Gonzaga die erste Herzogin Württembergs.

Barbara Gonzaga überlebte Herzog Eberhard um einige Jahre, zog in ihren Witwensitz nach Böblingen und setzte sich dort noch stark für das Kloster in Kirchheim und die Künste ein. Sie starb 1503 mit 48 Jahren und wurde in der Klosterkirche zu Kirchheim begraben. Da diese Kirche allerdings einige Jahre später abbrannte und einstürzte, ist von ihrem Grab nichts mehr übrig. Ihre Erinnerung lebt nun weiter in der Barbara Gonzaga Gemeinschaftsschule.

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